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Das Auge:

Gutes Sehvermögen ist eine wichtige Voraussetzung für den Jagderfolg. Große Augen ermöglichen einen großen Lichteinfall. Falkenaugen sind im Vergleich zur Kopfgröße sehr groß, mit 5 Gramm Gewicht wiegen sie mehr als das Gehirn mit 4 Gramm. Die Linse hat die Eigenschaft eines Teleobjektivs. Die Anzahl der Sehzellen ist ein Maß für die Sehschärfe. Die Netzhaut von Falken hat im Vergleich zu Menschen achtmal mehr Sehzellen. Linsenform und Augengröße bewirken, dass Falken einen Käfer noch
in 50 Meter Entfernung, einen kleinen Vogel in 300 Meter Entfernung erkennen. Für das Erkennen einer Beute ist aber nicht nur die Sehschärfe von Bedeutung, sondern auch die Funktion des Gehirns, das Veränderungen im Bildsignal, das heißt Bewegungen, bewusst macht.

Eine Besonderheit ist, dass Falken - im Gegensatz zu Menschen - auch die Farbe Ultraviolett sehen können. Fällt Sonnenlicht auf Urin von Mäusen, so leuchtet dieser mit UV-Farbe. Deshalb können Falken erkennen, wo Mäuse häufig laufen und ihr Revier markiert haben. Dies tun sie, um sich gegen andere Mäusefamilien abzugrenzen (vergleichbar mit Hunden). Diese Eigenschaft nutzen Falken zu ihrem Vorteil.

Am letzten Samstag, dem 12. Juni, gab es einen kurzen, heftigen Regenschauer. Dieser bewirkte, dass alle Mäusespuren weggespült wurden. Bei der anschließenden Analyse der Filmaufnahmen haben wir bemerkt, dass es nicht nur wie üblich 20-30 Minuten dauerte, bis das Männchen mit der nächsten Maus zum Horst kam, sondern mehr als 4 Stunden. Man kann sich vorstellen, welche Auswirkung längere Schlechtwetter-Perioden auf die Falken haben!

Das Auge haben wir im Videoclip vom 13.6.2004 im Archiv besonders dargestellt.